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Beim Notfall im Wald:
Die Rettungspunkte nutzen

Wie verhalte ich mich bei einem Notfall im Wald?

Die Tage sind bereits spürbar länger hell und laden dadurch die erholungssuchende Bevölkerung zum Spazieren gehen, Wandern, Joggen, Fahrrad fahren oder Reiten in den Wald ein. Mehr oder weniger genießen alle die Stille und Ruhe.

Aber was passiert, wenn es im Wald zu einem Unfall oder zu einem internistischen Notfall kommt? Was sollte getan werden, wenn jemand während einer Wanderung ein Feuer entdeckt?

Der Notruf per Handy

In der heutigen Zeit haben fast alle ein Handy mit dabei und können damit Hilfe anfordern. Nur sollte, nachdem die europaweite Notrufnummer 112 per Handy angewählt wurde, dem Leitstellenpersonal natürlich der momentane eigene Standort so genau wie möglich beschrieben werden.

Es zählt schließlich jede Sekunde. In bewohnten Gebieten und auf öffentlichen Straßen erfolgt die selbstständige und zielgenaue Anfahrt der Rettungsorganisationen aufgrund von Gemeinde- und Straßennamen sowie Hausnummern in wenigen Minuten. Anders hingegen ist es in Waldgebieten. Hier ist es schwierig, wenn die Feuerwehr oder der Rettungsdienst nur unzureichende Informationen über den Standort haben, wo etwas passiert ist.

Durch Rettungspunkte schnell vor Ort sein

Sogenannte Rettungspunkte (Anfahrtspunkte für Rettungsfahrzeuge) sind definierte Anfahrtsstellen für die Rettungsorganisationen. Sie sollen in Notfällen helfen, schneller an den richtigen Ort zu kommen. Gekennzeichnet sind sie mit Schildern, auf denen ein Referenzcode angegeben ist, oft ebenfalls die europaweite Notrufnummer 112.

Rettungspunktschilder sind leider nicht genormt und lokal unterschiedlich aufgebaut. Oft verwendet wird ein weißes Kreuz auf grünem oder rotem Hintergrund.

Mit den Rettungspunkten wurde eine Infrastruktur geschaffen, die schnelle Hilfe im Wald ermöglicht. Der Feuerwehr, den Rettungsdiensten und der Polizei sind die einzelnen Rettungstreffpunkte und die Anfahrtswege bekannt, sodass sie bei der Nennung eines Rettungspunktes schnell vor Ort sein können.

Die kostenlose Rettungs-App „Hilfe im Wald“

War es bisher meist notwendig, den jeweiligen Rettungspunkt aufzusuchen, um die Bezeichnung des Punktes abzulesen und an die Rettungskräfte weiterzugeben, leistet jetzt eine neue kostenlose App für Smartphone-Besitzer wertvolle Hilfe.

Für Mobiltelefone und Tablet-PC (Android sowie iOS) existiert die kostenlose Rettungs-App „Hilfe im Wald“:

https://www.intend.de/produkte/hilfe-im-wald.html

Im Notfall wird über diese App schnell der nächstgelegene Rettungstreffpunkt identifiziert. Zu diesem Anfahrtspunkt für Rettungsfahrzeuge können Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sofort hinbeordert werden.

Im Notfall hilft die App mit z. B. folgenden Funktionen

- Kartenausschnitt mit Rettungspunkten für Ihr Gebiet offline mitnehmen - einfach vorher downloaden

- Luftbild, Straßenkarte und Topographische Karte sorgen für bestmögliche Orientierung

- Die eigene Position wird auf der Karte als pulsierender Punkt dargestellt und erleichtert die Orientierung im Gelände

- Anzeige umliegender Rettungspunkte mit gut erkennbarem Symbol

- Aktivieren eines Rettungspunkts zeigt die Bezeichnung an

- Über einen Button werden genaue Daten der eigenen Position angezeigt, zur einfachen Weitergabe im Notfall

- Die eigene Positionierung wird in Dezimalgrad (WGS84) und in UTM 32N ausgegeben

- Anzeige der Bezeichnung des ausgewählten Rettungspunkts

- Entfernung der eigenen Position bis zum gewählten Rettungspunkt (Luftlinie)

- Über die Kompassfunktion des Handys wird die Richtung zum ausgewählten Rettungspunkt ausgegeben

- Ist die Bezeichnung des Rettungspunkts bekannt, kann dieser direkt über die Suche eingegeben werden - wichtig für Retter und Helfer

- Nach Auswahl des Rettungspunkts wird der Kartenausschnitt so gezoomt und verschoben, dass die eigene Position und der gewählte Rettungspunkt im Bild sind

Koordinaten der Rettungspunkte notwendig

Zur Ermittlung der eigenen Position muss das GPS und somit die Gerätehardware angesprochen werden. Um der lückenhaften Netzabdeckung im Wald Rechnung zu tragen, müssen die Koordinaten der Rettungspunkte auf dem Gerät gespeichert werden. So kann auch ohne Datenkonnektivität und somit ohne Karte oder Luftbild ein Rettungspunkt erreicht werden.

Rettungspunkte - ein deutliches Mehr an Sicherheit

Die App „Hilfe im Wald“ ist auch noch für einen weiteren Nutzerkreis interessant. All jene, die sich beruflich im Wald bewegen, wie z. B. Forstwirte, Revierförster, Jäger und Holzspediteure sind im Wald mit einem gewissen Unfallrisiko unterwegs.

Die Rettungspunkte bringen, irgendwann dann schließlich flächendeckend, allen ein deutliches Mehr an Sicherheit.

Vorteile auf einen Blick

Die App „Hilfe im Wald“ zeigt Ihnen die eigene Position und die nächsten Rettungstreffpunkte in Ihrer Umgebung an. Diese können die Rettungskräfte dann ansteuern, um Ihnen zu helfen.

Eine erholsame Zeit im Wald wünscht Ihnen

Ihre Freiwillige Feuerwehr Knittlingen

Beispiele von Rettungspunktschildern – das Aussehen der Schilder ist leider nicht genormt.